WikiLeaks kämpft mit Internetattacken

02.12.2010

Die aktuell stark diskutierte Internetplattform WikiLeaks wurde nach eigenen Aussagen hin zum zweiten Mal Opfer eines Hackerangriffes.Kurzzeitig war die Webseite am Dienstagmittag nicht mehr erreichbar. Betroffen vom immer wieder vorübergehenden Ausfall waren die eigens eingerichteten Unterseiten zu den Botschaftsdepeschen, welche seit Sonntag sukzessive veröffentlicht werden und stark im Interesse der Öffentlichkeit stehen.


Rund 250.000 geheime oder vertrauliche Berichte der US-Botschaften wurden von WikiLeaks für jeden einsehbar veröffentlicht und sorgen aktuell für große Aufregung in der Weltpolitik. Die Depeschen werden unter anderem vom SPIEGEL analysiert.


Nachdem bereits die ersten Dokumente online zur Verfügung gestellt wurden, war die Webseite von WikiLeaks vorübergehend am Sonntagabend nicht mehr erreichbar gewesen. Über den WikiLeaks-Twitter-Account wurde in beiden Vorfällen mitgeteilt, dass man derzeit Zielscheibe einer so genannten distribuierten Denial-of-Service-Attacke (DDoS) sei.
Denial-of-Service-Attacke beschreibt einen Angriff, bei dem viele Computer zeitgleich dazu verwendet werden, um eine Webseite durch permanente Seitenaufrufe unerreichbar zu machen. In der Regel wird dazu eine Armee von Rechnern eingesetzt - genannt Botnetz - über welche der Angreifer per Schadsoftware die Kontrolle übernommen hat.


Via Twitter bekannte sich zu den Angriffen ein US-Hacker, welcher nach eigenen Angaben zufolge ein Ex-Soldat ist und sich selbst „The Jester“ (Deutsch: Der Hofnarr) nennt. Seiner Ansicht nach ist WikiLeaks eine Gefahr für die Vereinigten Staaten und müsse daher bekämpft werden. Die Behauptungen lassen sich derzeit jedoch nicht überprüfen.

Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler
Quelle: spiegel.de/netzwelt

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