27.09.2010
Wie angekündigt hat der Suchmaschinenbetreiber Google die Webseite google.de/streetview online gestellt. Dort können Grundstücke und Häuser vom vielumstrittenen Google Street View ausgeschlossen werden. Somit haben Bürger vier Wochen vor Veröffentlichung die Möglichkeit ihr Veto einzulegen, damit das von ihnen bewohnte Haus nicht im Web zu sehen ist. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) kritisierte bereits die Widerspruchsfrist und forderte eine Widerspruchszeit von acht Wochen.
Das von Google eingerichtete Tool wendet sich an User, welche sich bis Dato noch nicht schriftlich an Google gewandt haben um ihre Häuser unkenntlich zu machen. Der User gibt auf der Webseite seine Adresse an und markiert jene Bauwerke, die nicht in Street View ersichtlich sein sollen. Der User erhält zur Verifizierung des Anliegens eine E-Mail sowie eine postalische Bestätigung zugestellt.
Widerspruch bei Google kann auch über den Postweg oder per E-Mail eingereicht werden. Auch nach Veröffentlichung besteht noch die Möglichkeit Einspruch zu erheben, jedoch sind die betroffenen Aufnahmen noch eine Zeit lang online verfügbar. Wer seine Immobilie unkenntlich gemacht hat, der kann den Vorgang nicht mehr widerrufen.
Google Street View steht weltweit bereits in 23 Ländern zur Verfügung. Ende 2010 soll Google Street View auch in Deutschland verfügbar sein. Bis dahin will der Internetkonzern die zwanzig größten Städte Deutschlands virtuell zur Verfügung stellen. Betroffen damit sind die Städte Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal. Fotografierte Autokennzeichen und Gesichter werden entsprechend unkenntlich gemacht.
Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler
Quelle: internetworld.de