Unternehmen untersagen Facebook-Nutzung

27.10.2010

In der Mittagspause schnell die neuesten Nachrichten austauschen oder einen „Tweet“ hinterlassen gehört in einigen großen Unternehmen, wie Commerzbank oder Porsche, nun der Vergangenheit an. Den Mitarbeitern wurde jüngst untersagt, soziale Netzwerke, allen voran Facebook, zu nutzen. Auch Twitter gehört zu den Seiten auf der Verbotsliste. Dabei wurden die Seiten oft nicht nur verboten, sondern softwareseitig auch gesperrt.

Grund für diesen Schritt ist nach Aussage der Unternehmen einerseits der Verlust von Arbeitszeit, der durch die Nutzung der Netzwerke entsteht, zum anderen die Angst vor Datenspionage und unerlaubter Datenweitergabe. Nicht selten kam es in der Vergangenheit vor, dass beispielsweise dem Militär über Facebook einige Informationen „entweichen konnten“. Dies stelle für Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Sicherheitslücke dar. Gerade wenn sich Mitarbeiter nicht ganz im Klaren seien, was sie über soziale Netzwerke sagen dürfen, ohne die firmeninternen Vorschriften oder die Geheimhaltungspflicht zu verletzen.

Waren früher  in wenig IT-affinen Firmen noch E-Mails die heimlichen Sicherheitslücken, sind es heutzutage soziale Netzwerke. Diese ermöglichen wesentlich leichter sogenanntes „Social Engineering“. Dabei wird über Tricks versucht, das Vertrauen seines „Opfers“ zu erlangen und dadurch an private oder mitunter geheime Informationen zu kommen. Dieser Weg ist zwar etwas aufwändiger als E-Mails mit kompromittiertem Inhalt, beispielsweise dem Link auf eine Phishing-Seite, doch ist Social Engineering erfolgversprechender.

Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler

Quelle: Agence France Presse

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