12.03.2010
Die Organisation „Reporter ohne Grenze“ veranstaltet heute zum zweiten Mal den „Welttag gegen Internetzensur“. Appell der Organisation ist die Warnung vor zunehmenden Bedrohungen der Meinungs- und Informationsfreiheit im Internet. Nach Meinung der Initiatoren habe sich das World Wide Web zu einem Austragungsplatz entwickelt, an dem um den Zugang zu freien Informationen gekämpft werde. Weiter erklären die Reporter ohne Grenzen, dass eine ansteigende Anzahl von Staaten versuche ihre Kontrollen im Onlinebereich auszuweiten. Parallel dazu steige die Anzahl der Internetnutzer, welche gegen eine Überwachung sind und sich dagegen aktiv wehren..
Insgesamt zwölf Länder stehen unter scharfer Kritik der „Reporter ohne Grenze“. Darunter unter anderem Länder wie China, Iran, Nordkorea, Kuba, Ägypten und Vietnam, die laut Bericht der Organisation als „Feinde des Internet“ bezeichnet werden. Die Entwicklung anderer Länder steht weiterhin unter Beobachtung. So haben insgesamt 60 Staaten entsprechende Internetzensur im Jahr 2009 bewerkstelligt.
Erschreckend hoch ist die Zahl der momentan inhaftierten 120 Internetnutzer und Blogger weltweit. Allein in China sitzen laut Reporter ohne Grenzen 72 Menschen in Haft.
Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler
Quelle: heise.de