23.08.2011
Wie reagiert der Markt auf den Mega-Deal? Nachdem sich die ersten Unruhen kurz nach der Übernahme der Mobilfunksparte von durch Google gelegt haben, ist ein guter Zeitpunkt gekommen, sich die aktuellen Standpunkte in der Branche genauer anzuschauen. So äußerte sich Peter Chou, CEO des Mobilfunkpartnersvon Google HTC, dem Wall Street Journal gegenüber inzwischen etwas ausführlicher und erklärte, dass die Übernahme durchaus positiv sei. Google könne sein Betriebssystem für mobile Geräte Android durch die neu erworbenen Patente besser am Markt positionieren. Der Fokus von HTC liege nun auf den Themen Innovation und Software.
Bei der Konkurrenz sorgte die Übernahme für einigen Wirbel. Bei Samsung soll es bereits Krisengespräche gegeben haben, da man dort angeblich befürchte, im Bereich der Software-Angebote und besonders im Bereich der Betriebssysteme, zurückzufallen. Zwar verkaufte Samsung über einige Millionen Geräte, liegt damit aber noch weit hinter dem Absatz von Geräten mit den Betriebssystemen iOS und Android. Der Konzernchef von Nokia, Stephen Elop, äußerte sich ebenfalls kritisch zur Übernahme. Es wurde anfangs spekuliert, dass Google Motorola nach der Übernahme wieder verkaufe und lediglich die Patente behalte. Diese Theorie wird von der Tatsache untermauert, dass Google Motorola unabhängig vom eigenen Konzern führen wird, wie Google-Chef Larry Page verlauten ließ. In der Bilanz wird Motorola separat ausgewiesen. Als mögliche Käufer werden unter anderem Huawei und Sony Ericsson gehandelt.
Google hatte mit dem Kauf gehörig in den Geldbeutel gegriffen. So zahlte der Konzern 63 Prozent über dem letzten Börsenkurs, nämlich satte 12,5 Milliarden Dollar.
Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler