Microsoft kooperiert mit Baidu

05.07.2011

Wie internetworld.de berichtet, möchte Microsoft den chinesischen Markt erschließen und steigt mit einer Kooperation mit Baidu in China ein. Ab Ende 2011 läuft die englische Internetsuche auf dem chinesischen Portal Baidu somit über die Suchmaschine Bing.

Da aktuell auf der chinesischen Suchmaschine Baidu täglich bis zu zehn Millionen Suchanfragen auf Englisch eingehen, ist es an der Zeit die Suchergebnisse zu verbessern. Entsprechend gab Baidu nun die Zusammenarbeit mit Microsoft bekannt. Die englischen Suchanfragen sollen dementsprechend über die Suchmaschine Bing ausgeführt werden, wie die New York Times mitteilte.

Nähere Informationen bezüglich der Zusammenarbeit sind nicht bekannt. Entsprechend des NYT-Berichtes ist davon auszugehen, dass Microsoft die strengen Zensurvorgaben der chinesischen Regierung einhalten wird. Der zitierte Microsoft-Firmensprecher sagte diesbezüglich: "Microsoft respektiert und befolgt die Gesetze und Regelungen aller Ländern, in denen wir unser Geschäft betreiben. In China operieren wir in einer Art und Weise, die sowohl die örtlichen Behörden und Kultur respektiert, als auch klar stellt, dass unsere Auffassung über das Management von Inhalten von den offiziellen Leitlinien der chinesischen Regierung abweicht."

Der chinesische Markt könnte für den Softwarekonzern ein lukratives Geschäft werden. China verfügt derzeit über 470 Millionen Internetnutzer. Der Konkurrent Google hingegen hatte kein Glück im Reich der Mitte. Mehrere Auseinandersetzungen mit der chinesischen Regierung führten dazu, dass Google sich aus China zurückzog, da es starke Meinungsverschiedenheiten beim Thema Zensur von Suchergebnissen und Inhalten gab. Um die Zensurbestimmungen zu umgehen, werden daher seit April 2010 Suchanfragen auf google.cn auf die Honkonger Seite weitergeleitet.

Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler

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