Forderung von strengeren Gesetzen für Google Street View

24.02.2010

Street View heißt der derzeit umstrittene Staßenansichtsdienst von Google. Dieser ermöglicht die flächendeckende Straßenansicht in Deutschland. Für Kritik sorgt der Dienst durch das Abfotografieren von Menschen, Grundstücken, Häusern sowie Autos. Wenn es nach Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (SCU) geht, will sie dem Suchmaschinenanbieter Google strengere Gesetzte auflegen, welche die Privatsphäre des Einzelnen besser schützen. Aigner fordert dabei unter anderem eine stärkere Verfremdung der Bilder. So sollen Gesichter, Gebäude, Hausnummern und Autokennzeichen vollständig unkenntlich gemacht werden.
Eine vage Verpixelung der Fotos reicht der Bundesverbraucherschutzministerin nicht aus. Des Weiteren soll die Aufnahmehöhe der Bilder von 2,50 Meter auf 1,80 Meter heruntergesetzt werden damit Mauern, Grundstücksgrenzen nicht überragt werden. Auch Peter Schaar, Bundesbeauftragter für Datenschutz, äußerte sich besorgt über den Internetdienstleister. So teilte er in einem dpa-Gespräch mit, dass der Straßenansichtsdienst nur eine Baustelle des großen Konzerns sei. Generell müssten die Google-Dienste geprüft werden. Es gehe dabei vor allem um die Verknüpfung von persönlichen Daten. Schaar geht sogar weiter und spricht von einer Überprüfung, inwieweit die Marktmacht des Konzerns Google kartellrechtlich noch sorglos sei. Jedoch distanziert er sich von derzeitigen Missbrauchsunterstellungen gegen Google.

Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler

Quelle: heise.de

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