EU-Kommission fordert weitere Verbesserungen des Jugendschutzes bei sozialen Netzwerken

10.02.2010

Trotz Selbstverpflichtungserklärung zum Jugendschutz, die die Betreiber sozialer Netzwerke vor einem Jahr unterzeichneten, sieht die EU-Kommission noch Nachholbedarf in Sachen Datenschutz. Lediglich 40% der Betreiber schützen ihre unter 18jährigen User bereits mit Voreinstellungen. So können die Profile nur standardmäßig von Freunden eingesehen werden. Weiterhin heißt es, dass nur ein Drittel der Betreiber auf Hilfeanfragen der Nutzer reagiert. Dies geht aus der EU-Medienkompetenzinitiative klicksafe hervor. Insgesamt hat der Ausschuss 25 Webseiten hierzu geprüft. Darunter unter anderem die großen Netzwerkbetreiber StudiVZ, MeinVZ, SchülerVZ, Facebook, YouTube und MySpace. Laut Kommission bieten 19 Anbieter spezielle Sicherheitstipps und Informationen für Kinder, respektive Teenager an. Darüber hinaus bieten die meisten Unternehmen leicht auffindbare und verständliche Mittel für den sicheren Onlineumgang an. Lediglich bei 11 von 22 Webseitenbetreibern ist die Profilsuche von Minderjährigen in Suchmaschinen nicht möglich. Um Minderjährige User besser zu schützen fordert die EU-Kommission weitere Maßnahmen für den Datenschutz. So sollen Profile der Minderjährigen standardmäßig als „privat“ eingestuft werden. Anfragen oder Missbrauchsmeldungen müssen unverzüglich angemessen bearbeitet werden.

Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler
Quelle: heise.de

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