23.09.2010
Einem Bericht des amerikanischen Wall Street Journal zufolge hat Apple – hinsichtlich der Planung für ein digitales Zeitungskiosk – erste Verhandlungen mit Verlegern aufgenommen. Vor allem Magazin-und Zeitungsabonnements für den Tablet-Computer iPad sollen dabei angeboten werden. Problematisch sei jedoch, dass der Weltkonzern Apple weiterhin die Kontrolle der Kundendaten behalten will, um Informationen wie Name, Adresse und Kreditkartennummern nicht zu verlieren. Dies ist auch ein Grund weshalb es bis Dato kaum Abo-Angebote für das iPad gebe. Die Verlage legen nämlich ebenfalls großen Wert auf die Abonnenten-Informationen und die damit verbundene Kundenbeziehung. Diese helfen den Verlegern neue Angebote zielorientierter auf die Leser auszurichten und neue Kunden zu gewinnen. Mit dem Start des iPad im Frühjahr 2010 weckte Apple zwar große Hoffnungen auf neue Erlösmodelle in der Medienbranche, allerdings wollen sich Großverleger wie der Time-Konzern (Herausgeber von People und Sports Illustrated) vorerst nicht am iPad-Kiosk beteiligen. Schließlich sei es von entscheidender Bedeutung, die Bindung der Abonnenten nicht zu verlieren, wie das Business-und Finanzblatt Bloomberg betont.
Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler
Quelle: heise.de